Donnerstag 31.05.2007
Lothar kann es nicht erwarten, er läuft vor dem Abteil auf und ab. Unsere Nasen weckt ein frischer Kaffeeduft und als wir das letzte Auge geöffnet haben wird auch schon das Frühstück von einem lieben „sächselnden“ DB-Mitarbeiter serviert. Das Brötchen ist gerade mal im Mund, da schreit schon der erste „Berge“!
Pünktlich erreichen wir das schon sehr warme Villach. Schnell sind die Mopeds abgeladen, aufgesattelt und schon halten wir wieder. Der Tank meiner Triumph ist leer. Nein, nein, so viel verbraucht sie nun auch nicht meine neue Triumph Sprint ST. Aber in Österreich ist das Benzin einige Cent günstiger. In Berlin kostet der Liter momentan 1,40 €, hier immerhin „nur“ 1,15 €.
Über die B 111 ist der Ort Paßriach bei Hermagor schnell erreicht und die liebe Wirtin Annegret bereitet uns einen herzlichen Empfang. Zu einem Begrüßungsschnaps kann auch keiner nein sagen, schon gar nicht zum Selbst gebrannten von Annegrets Bruder.
Schnell sind die Sachen im Haus (Zimmer 3 und 7) verteilt, man kennt sich vom letzten Jahr noch gut aus. Andi und Lothilo überfällt der Hunger und Abhilfe schafft das Restaurant Bachmann. Wir brauchen noch etwas zum Abendbrot und auch fürs Frühstück. Leider haben wir in der Pension Koffer vergessen.Ich „opfere“ mich (hmmm schnell mal allein durch die Kurven sausen) und fahre schnell zurück und hole meine voluminösen Koffer für den Einkauf bei Hofer.
Einkaufen und nun das Moped schlafen bringen, nein das ist nichts für Lothilo und Sylvia. „Ich bin doch zum Moped fahren hier.“ Also auf geht’s mit Falko und Kathi zum Eis essen. Unser „Führer“ hat auch schon ein Ziel im Kopf. Wir springen auf unsere Mopeds und geben Gas. Wieder auf die B 111, kurze Zeit später biegen wir auf die Strasse zur „Windischen Höhe“ ab. Ein paar knackige Kurven und Steigungen bis 18 % machen Vorgeschmack auf die nächsten Tage. Beim Eis auf der „Windischen Höhe“ stellt Lothilo fest, das er noch ein bisschen mehr fahren möchte. Also weiter geht’s, über Kreuzen, Paternion, Freistritz a.d. Drau bis kurz vor Villach. Dann weiter über eine herrliche, kurvenreiche Strasse über Bad-Bleiberg zurück in unser Zuhause bei den Pichlers nach Paßriach am Presseger See. Wer noch nicht da war, dem kann man kaum beschreiben wie schön man dort wohnt. Eine grandiose Aussicht auf den See und die Berge. Vom Liegestuhl im Garten kann man fast die reifen Kirschen ernten und beim Sonnenuntergang kann man die Kühe auf der satt-grünen Weide beim fressen beobachten. Abpropo „Fresschen“, Anne und Moni haben schon den Tisch gedeckt. Auch das Brot hat hier einen ganz besonderen Geschmack. Kümmel muss wohl das Geheimnis sein. Mit Wohlgefühl im Bauch und ein paar Gösser hauen wir uns aufs Ohr.
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